Beware of What Mr. Hofstadter Said, Before Starting Any Project
Sep 20, 2024
Heute habe ich im Garten Unkraut raut gejätet und Blätter aufgesammelt, anstatt Geld zu verdienen.
Ich gebe es zu: Ich liebe stupide Gartenarbeiten.
Für mich hat das etwas Meditatives.
Ich kann meinen Kopf abschalten, bewege mich und erschaffe etwas.
Mehr brauche ich nicht. - Ziemlich simpel gestrickt. Wie gesagt, ich gebe es zu.
Und wie ich da so vor mich hinarbeite, ist mir etwas Wichtiges aufgefallen.
Was immer ich mir vornehme, am Ende dauert es VIEL länger als gedacht, bis ich es RICHTIG FERTIG habe.
Es läuft immer gleich:
Ich fange an und denke mir, "das ist gleich gemacht".
Wie ich dann so dran arbeite, führt eins zum anderen.
Habe ich zum Beispiel die ersten Unkräuter beseitigt, sehe ich, wie da noch viel mehr zwischen den Ritzen der Steinplatten sind.
Das heißt, mit jeder Stufe, die ich vorankomme, sehe ich erst eine weitere, tieferliegende Stufe, die auch noch erledigt gehört, WENN ich den Job komplett machen will.
Diese Ebene hatte ich vorher gar nicht gesehen.
Sie war von den offensichtlicheren Bereichen verdeckt.
Wenn ich genau überlege, dann ist das bei jedem Projekt, dass ich in meiner Firma habe genau dasselbe.
Am Anfang sieht es recht fix umsetzbar aus.
Wenn ich aber erst mal angefangen habe, dann stoße ich auf neue Probleme, die ich vorher gar nicht gesehen habe.
Will ich den Job wirklich fertig machen, muss ich auch diese Probleme lösen.
Mit der Chance, dass das zu noch weiteren Aufgaben führt.
Lass mich kurz zusammenfassen:
Ein Projekt wirklich zu Ende zu bringen, dauert deutlich länger als anfangs gedacht.
Ich bin nicht der Erste, der das erkannt hat.
So besagt schon Hofstadter's Gesetz:
"It always takes longer than you expect, even when you take into account Hofstadter's Law."
Bleibt die Frage:
Was mache ich daraus, um erfolgreicher zu sein?
Erstens: Ich kenne den Grundsatz
Wenn ich vorab weiß, dass mein Projekt länger dauert und haariger ist, als erwartet, dann verliere ich nicht so schnell die Motivation. Ich habe es kommen sehen und dadurch ist es nicht so frustrieren. Das hilft mir beim Weitermachen.
Zweitens: Ich mache mir das Projekt klein genug. Ich bin dazu übergegangen, Projekte möglichst kleinzuhalten. Der Grund? Ich habe zu oft erlebt, dass selbst die kleinen Projekte noch groß werden. Lieber habe ich einen kleinen Teil wirklich fertiggestellt, als einen zu großen angefangen und dann als Baustelle unfertig liegengelassen.
Das wär's momentan auch schon als Strategie.
Ich erwartete, dass mein Projekt länger dauert als gedacht und mache es deshalb von Haus aus möglichst klein.
Dann, wenn ich es wirklich abgeschlossen habe, kann ich mich dem nächsten widmen.