Overwhelm
Jul 28, 2023
"Sometimes you ride the bull, sometimes the bull rides you."
Das habe ich vor langer Zeit von meinem lieben Bruder zum ersten Mal gehört.
Der Spruch geht mir nicht mehr aus dem Kopf.
Wie alle Redensarten hat er eine tiefe Wahrheit.
Manchmal sind wir oben auf und im Flow mit dem Bullen.
Oft, leider viel zu oft, reitet der Bulle uns und wir sind getrieben und haben das Gefühl, nicht hinterherzukommen.
Hier ist eine paradoxe Sache, die ich gerne mit Dir teilen will:
Ich bin jetzt seit über 20 Jahren beruflich "im Geschäft".
Rückblickend kann ich eines ganz klar sagen:
Je mehr ich im Stress war und "tief" drinnen gesteckt war, desto schlechter waren meine Ergebnisse.
Je WENIGER ich gemacht habe, desto besser sind sie geworden.
Das klingt doch verrückt.
Man sollte doch meinen, je mehr ich mache, desto besser wird's.
In meinem Fall war das nie so.
Die große Frage dabei:
Wie kann ich es schaffen, den Bullen mehr zu reiten und weniger geritten zu werden?
Wie komme ich von überfordert und den Dingen nachlaufend dazu, dass ich die Zügel in der Hand habe und im Flow bin?
Warum ist es wichtig?
Mein "State" entscheidet über meine Ergebnisse.
Bin ich im Stress und überfordert, sind meine Ergebnisse schwach.
Habe ich den Überblick und bin im Flow, sind meine Ergebnisse stark.
Der Grund ist ganz einfach:
Je weniger ich "unter Wasser" bin, desto besser kann ich zwischen dringend und wichtig unterscheiden.
Bin ich zu sehr im Stress, geht mir diese Fähigkeit verloren.
Dann erscheint mir zu vieles gleichermaßen wichtig und dringend - und
Entsprechend ist mein Zustand von überbordender Bedeutung.
Die Schwierigkeit liegt in einem Paradoxon:
Je mehr der Bulle mich reitet, desto schwieriger wird es für mich, wieder die Oberhand zu gewinnen.
Hier ist das Momentum Prinzip am Arbeiten.
Das Momentum kann sich nach unten oder nach oben drehen.
Wenn der Bulle mich so richtig reitet, dann bin ich bereits in einem deutlichen Abwärts-Momentum.
WEIL ich so im Stress und unter Druck bin, erscheint es mir so viel schwieriger, dort herauszukommen.
Wie mache ich das?
Bewusstsein: Du und ich, wir müssen uns klar darüber sein, dass es unsere NUMMER EINS Aufgabe ist, in einen Zustand zu kommen, wo wir den Bullen reiten. Das Ganze muss wie eine Alarmglocke funktionieren. Wenn ich merke, ich bin am Rödeln, dann muss der Alarm losgehen. Er muss mich mit lautem und schrillem Ton von der Illusion aufwecken, dass es mir auch nur im Geringsten IRGENDETWAS bringt, dass ich so im Stress bin. - Ich weiß, mit dem Bewusstsein allein ist es noch nicht getan. Aber es ist eine entscheidende, NOTWENDIGE Bedingung. - Nicht hinreichend, aber notwendig.
Momentum drehen: Im nächsten Schritt fange ich (auf Basis meines Bewusstseins) an, das Momentum von negativ auf positiv zu drehen. Das ist wie bei einer Tür, in die ich meine Finger nur in einen kleinen Spalt bekommen muss, um sie langsam aufzubekommen. Ich muss sie nicht gleich aufreißen. Es reicht, wenn ich meine Finger in den Spalt bekomme.
Tägliche Routine: Der Schlüssel, um mein Momentum zu drehen ist, dass ich meine tägliche Routine anpasse. Weil wir nur den Finger in den Spalt bekommen müssen, brauche ich meine Routine nicht vollends auf den Kopf zu stellen. Das ist unrealistisch und kann nach hinten losgehen. Nein, wir machen es uns ganz einfach. Wir ändern die ersten 10 Minuten unseres Arbeitstages. - Nicht mehr und nicht weniger.
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Es gibt ein weitverbreitetes, sehr großes und mächtiges Problem.
Es heißt Überanstrengung, Überlastung und Stress.
Gleichzeitig gibt es eine sehr einfache Lösung für das Problem und ich werde sie Dir zeigen davor.
Lass uns aber noch darauf sehen, warum das Problem mit dem Stress und der Überlastung noch viel größer und mächtiger ist, als Du vielleicht denkst.
Erstens, es ist extrem weitverbreitet.
Zweitens, es ist der Ursprung von all, dem, was Du nicht willst.
Und es ist der Ursprung von dem, was Dich abhält von dem, was Du willst.
Warum ist das so? Es ist paradox.
Wenn Du in einem Zustand der Überlastung bist, dann kannst Du nicht mehr an den Dingen in der Art und Weise wie es nötig ist arbeiten, die Dich nach oben bringen.
Es ist eine Frage des Momentums.
Wenn Du überlastet bist, bist Du bereits in einem abwärts Momentum.
Dir fehlen die Möglichkeiten, um Dich herauszuarbeiten.
Du steckst bereits im Sand.
Das ist das Paradoxe daran.
Je mehr Du unter Wasser bist, desto weniger hast Du die Möglichkeiten.
Dich raus zu ist ganz!
Sie liegt in Deiner täglichen Routine.
Ändere Deine tägliche Routine und Du änderst Dein Leben.
Ich habe das nicht erfunden, aber ich glaube fest daran und nutze es selber.
Der erste und einzige Schritt, um aus dem Zustand der Überlastung, des Stress und des ewigen strampels herauszukommen, ist es Deine tägliche Routine anzupassen.
Die gute Nachricht:
Du musst sie nicht auf den Kopf stellen.
Du musst Dein Leben nicht auf den Kopf stellen.