Output

Sep 20, 2024

In meinem letzten Post habe ich die überwältigende Bedeutung von Systemen beschrieben.

Gleichzeitig ist ein System immer nur Mittel zum Zweck.

Der Zweck steht aber immer vorn dran.

Er lautet: Ein Ergebnis erreichen!

Das dahinterliegende Prinzip lautet:

Output First!

Wie schon beschrieben, besteht die Kunst und Herausforderung darin, beides zu verbinden.

Das Ergebnis herbeizuschaffen und gleichzeitig ein System zu schaffen, das mir im nächsten Schritt Skalierung, Qualitätsverbesserung und Kostensenkung ermöglicht.

Hier schließt sich der Kreis zum Denker und Hustler.

Der Hustler schafft den direkten Output, der Denker baut das System.

Was meine ich mit Output First?

Output First bedeutet, dass am Ende nur zählt, was ich an tatsächlichem Ergebnis vorzuweisen habe.

Stellt sich natürlich die Frage, was ein "tatsächliches Ergebnis" ist.

Für mich ist es etwas, das ich mit der Welt teile bzw. verschiffe.

Alles, was ich im stillen Kämmerlein mache, ist dagegen kein tatsächlicher Output. Es ist bestenfalls nur Vorbereitung. Im schlechtesten Fall unnötige Zeitverschwendung.

Meine Blog-Posts sind das beste Beispiel dafür.

Ich bin mittlerweile rigoros beim Veröffentlichen.

Früher habe ich bis zum Abwinken an jedem einzelnen Post gefeilt, um ihn perfekt zu machen ... und ihn dann nicht oder viel zu spät veröffentlicht.

DAS ist genau der Unterschied. Ich bringe die Dinge schneller in die Welt. - Und kann sie von dort aus immer noch verbessern.

Das Prinzip gilt bei allen Dingen, die ich angehe.

Wenn ich ein Geschäft gründe, kann ich mich unendlich lange mit meiner Website, dem Logo-Design und anderen Planungen beschäftigen.

ODER, ich suche meinen ersten Kunden und löse sein Problem. Dann den nächsten und den nächsten.

Was bringt mir das Prinzip?

Zusammenfassend bringt es mir Traktion! - Ich bringe die PS, die ich habe, gleich auf die Straße.

Wenn ich das Prinzip nicht verfolge, versuche ich, meinen Motor stärker und stärker zu machen, lasse ihn aber nur aufhäulen und bewege mich nicht fort.

Im schlechtesten Fall zerplatzt er mir dann, wenn ich zum ersten Mal versuche, wirklich damit zu fahren.

Anders gesagt, ich erhalte:

Schnellere Ergebnisse, weil ich sofort mit der Welt in Austausch trete, anstatt zu lange auf dem Trockendock zu werkeln.

Schnelleres Feedback: Ich bekomme bereits für meine frühen Versionen Feedback und kann dieses schnell zur Verbesserung einsetzen.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ich Feedback nutze!

Besseres Feedback: Das Feedback, das ich bekomme, ist besser, weil es sich auf mein tatsächliches Ergebnis bezieht. Beschäftige ich mich im Gegensatz dazu mit Fokus-Gruppen und theroretischen Befragungen, dann ist das Feedback von viel schlechtetet Qualittät. Warum? Weil es immer nur hypothetisch ist.

Wie setze ich es um?

Du und ich, wir könnten das Output-First-Prinzip einfach umsetzen, wenn wir uns an dem MPV-Ansatz aus der Startup-Welt orientieren.

Das MVP (Minimum Viable Product), die Minimalversion, mit der ich durchkomme.

Lass uns das Ganze in einen MVX-Ansatz abwandeln.

MVP - Minuimum Viable Product

MVS - Unser Minimum Viable Service

MVP - Unser Mimium Viable Blog-Post

Und so weiter und sofort.

Du hast das Prinzip schon verstanden...

Wir starten mit einer Minimalversion, bringen diese in die Welt, sammeln Feedback dazu und verbessern von dort aus.

ALLE Schritte sind entscheidende.

Denn, wenn ich nur eine Minimalversion in die Welt bringe, dazu aber KEIN Feedback einhole und sie NICHT verbessere, dann habe ich... naja... eben nur eine Minimalversion.

Sie ist jedoch nur mein Startpunkt und reicht nicht für den endgültigen Erfolg aus.

Andersherum schaden wir uns aber, wenn wir sie auslassen und versuchen, erst die finale Version zu erstellen, bevor wir veröffentlichen.

Aber..., Aber..., Aber...

Veröffentliche ich nicht eine Menge Schrott?

Ja und nein.

In der Regel gehen wir mit uns selbst ja am strengsten ins Gericht.

Entsprechend sind unsere Minimal-Versionen meist auch viel besser, als wir selbst glauben.

Insofern ist es eher die Angst, kritisiert zu werden, die uns vom Veröffentlichen abhält, als die tatsächlich mindere Qualität.

Noch dazu haben direkt veröffentlichte Ergebnisse den Vorteil, dass sie authentisch sind und nicht zu verkopft.

Daneben kann es durchaus sein, dass ich Schrott veröffentliche.

Das ist aber VÖLLIG OK!

Warum?

Erstens, weil ich Feedback sammle und meinen Schrott Stück für Stück zu einem glänzenden Gold-Nugget machen kann.

Zweitens, weil ich mein Momentum nutzen kann, um das Nächste, was ich veröffentliche, ein bisschen besser zu machen und das übernächste wieder und so weiter und sofort.

Viele glänzende Werke sind überhaupt nur entstanden, weil ihre Autoren eine Tonne mittelmäßige Dinge veröffentlicht haben und dann das betreffende Goldstück dabei war.

Diese Menschen sind einem Prinzip gefolgt:

Output-First!

P.S. Nimm diesen Blog-Post als Beispiel. Ich habe keine Ahnung, wie weit ich Deinen Nerv, oder den von irgendjemand anderem getroffen habe. WAS ich aber weiß ist, dass ich den Post veröffentlicht, verschifft habe! So hat er zumindest die Chance, als tatsächlicher Output etwas zu bewirken. - Und außerdem habe ich die Chance, es morgen noch besser zu machen ... und übermorgen.