Daily
Sep 20, 2024
Etwas Bedeutendes zu produzieren, ist schwierig.
Das muss so sein.
Denn wenn es nicht schwierig wäre, würde es jeder machen.
Und schon wäre es Allgemeingut und nicht mehr bedeutend.
Das lässt uns aber mit einem großen Problem stehen:
Wir müssen etwas Schwieriges bewältigen.
So was machen wir nicht gerne und deshalb suchen wir alle Mittel und Wege, um das zu umgehen.
Dabei wiederum sind wir sehr erfolgreich.
Und das Ergebnis davon ....?
Wir haben nichts Bedeutendes produziert, sondern nur vor uns hingewurselt.
Das wiederum ist auf lange Sicht sehr frustrierend.
Ich weiß nicht, wie es Dir geht. Aber an mir nagt das Gefühl, nichts Bedeutendes geschafft zu haben, innerlich im Hintergrund. Es belastet mich und fühlt sich schlecht an. Nicht akut, aber dafür dauerhaft.
Die entscheidende Frage ist deshalb:
WIE zum Henker schaffe ich es, etwas von wirklichem Wert zu schaffen, obwohl es per definitionem schwierig ist?
Ich habe meine beste Antwort dafür gefunden und teile sie hier mit Dir:
Der "Trick" ist, dass ich das Schwierige einfach mache.
Ich weiß, das widerspricht sich erst mal.
Denn ich habe ja gesagt, die Sache ist schwierig, komme, was wolle.
ABER, es gibt einen Weg, die Schwierigkeit aus dem Weg zu räumen.
Lass uns erst mal sehen, wo die Schwierigkeit liegt.
Denn, wenn wir sie nach dem "Invert" Prinzip aus dem Weg räumen, haben wir die Sache einfach gemacht.
Wo also liegt das Haupt-Problem?
Um etwas Bedeutendes zu produzieren, muss ich auf lange Strecken hin bei der Sache bleiben!
DAS ist das größte Problem!
Es ist so groß, weil permanent zwei mächtige Kräfte an uns zerren:
Äußere und innere Ablenkung.
In der Praxis sieht das dann so aus:
Ich nehme mir etwas Großes vor und fange hoch motiviert an.
Nach einiger Zeit seien es Tage oder Wochen, erscheint mir auf einmal etwas anderes aussichtsreicher.
Dann breche ich mein ursprüngliches Projekt ab und sattle auf das neue Projekt um.#
Gerne passiert das, insbesondere, wenn ich auf starke Widerstände stoße.
Bei meinem neuen Projekt läuft es dann genau so. Und so weiter und sofort ...
Am Ende habe ich nichts Großes geschaffen. Und mein Erfolg ist entsprechend mager.
Um dem zu begegnen, muss ich die innere und äußere Ablenkung austricksen.
Wie mache ich das?
Ganz einfach, in dem ich mir die Gewohnheit bilde, täglich an meinem Projekt weiterzumachen.
Nicht mehr das Ergebnis des Projekts ist mein Ziel, sondern nur noch, dass ich täglich weiter mache.
Jeden Tag ein wenig.
Jeder Tag, an dem ich an meinem Projekt weiter gemacht habe, ist ein Erfolg.
Ich gebe zu, auch das ist nicht ganz einfach.
Es kostet mich an manchen Tagen immer noch Überwindung, mich wieder hinzusetzen und einen Blog-Artikel zu veröffentlichen.
ABER, die Überwindung ist nicht mehr überbordend. Ich habe schon Momentum und muss mir nur noch einen kleinen Schubs geben.
Und ..., wenn ich das jeden Tag wieder so mache, habe ich auf einmal DEN großen Unterschied:
Ich bin über eine lange Strecke bei derselben Sache geblieben.
Ich habe ein Projekt über eine lange Zeit hin verfolgt.
Einfach, weil ich mich jeden Tag wieder drangesetzt habe.
DAS ist der Trick.
Zugegeben, das tägliche Weiter machen ist nur notwendige, aber keine hinreichende Bedingung, um etwas von Bedeutung zu schaffen.
Wenn ich das aber mit Feedback-Einholen und stetiger Verbesserung verbinde, habe ich alles, was ich brauche.
So ... meinen Haken für heute darf ich machen.
Mach' Du es doch genauso. Jeden Tag ein wenig.